Die klassische Wirtschaftskarten stellen die wichtigsten Wirtschaftselemente einer Region in in einer Karte dar.
Als dieser Kartentyp entwickelt wurde, war die Bedeutung des primären und sekundären Sektors noch eine wesentlich größere, als es der heutigen Situation entspricht. Entsprechend liegt das Darstellungsschwergewicht wirtschaftlicher Faktoren bei diesem Typ in der Landwirtschaft, der Industrie und dem Bergbau. In ihrer Idealform steht die klassische Wirtschaftskarte im Atlas einer gleichmaßstäbigen physisch-geographischen Karte gegenüber, um so den unmittelbaren Vergleich Wirtschaft und Naturraum zu erleichtern. Die Aufbereitung der Thematik erfolgt in analytisch-komplexer Form. Es werden ausgewählte charakteristische Themen eines Wirtschaftsbereiches in die Karte eingebracht, z. B. die Bodennutzung für den primären Wirtschaftssektor, Industrie und Bergwerksstandorte für den sekundären und in den letzten Jahren Fremdenverkehrsorte oder Verwaltungszentren für den tertiären Sektor. Es handelt sich dabei in der Regel um eine überaus dichte mehrschichtige Karte.