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Kartographie und Kunst

Traditionelle kartographische Handwerkskunst aus Gotha kombiniert mit moderner digitale Aufbereitung und Verarbeitung raumbezogener Daten soll aktuelle,  wissenschaftlich fundierte, gut lesbare und schöne Karten ergeben.


Das ist das erklärte Ziel der Kartenentwicklung und Kartenherstellung bei mr-kartographie.

 

 


 

Doch kann Kartographie auch Kunst sein oder nur Gebrauchsgrafik?

 

Blicken wir zum Thema Kunst und Kartographie in die Geschichte. Die bekanntesten und am meisten verbreiteten Karten des 16.-18. Jahrhunderts waren handkolorierte Kupferstiche, die wir heute als reichgeschmückte Kunstwerke wahrnehmen. Zum Vergnügen der Betrachter waren sie mit großen Titelkartuschen und figürlichem Beiwerk versehen. Oft wurde dadurch natürlich auch die Unkenntnis über unentdeckte Gebiete kaschiert.

 


 

 

Beispiele für solche Karten finden wir im Atlas Blaeu, später Atlas Maior (lat. für ‘’Großer Atlas’’) genannt. Diese Kartenwerk wurde von Willem Janszoon Blaeu herausgegeben, jedoch von seinem Sohn, dem Amsterdamer Verleger Joan Blaeu 1662 bis 1665 zusammengestellt.

 

Er ist einer der wichtigsten Atlanten des 17. Jahrhunderts. Der Atlas Maior war das teuerste und umfangreichste Buch, das im 17. Jahrhundert veröffentlicht wurde. Er blieb über 100 Jahre der verbindliche Weltatlas.

 


 

Vor allem das Militär und die Seefahrt forderten aber zunehmend wissenschaftlich fundierte und geographische genaue Karten. So wurden im Laufe des 19. Jahrhunderts dekorativen Elemente deutlich reduziert und die Darstellungen wurden präziser und nüchterner. Die Karten aus dieser Zeit sind deshalb heute bei Sammlern nicht als so wertvoll eingestuft wie Exemplare früherer Jahrhunderte. Auch waren ja die Auflagen höher.

 

Trotzdem enthielten die Karten, die nun auch mit Hilfe der Lithographie mehrfarbig  gedruckt werden konnten viele künstlerische Elemente.  Nur mit hohem Respekt kann man sich heute die filigranen Linienzeichnungen, kunstvollen Typographien und vor allem die aufwendigen Reliefdarstellungen auf den Karten des 19. und frühen 20. Jahrhunderts anschauen. Kupferstecher und Lithographen in kartographischen Betrieben waren hochspezialisierte Kunsthandwerker.

 

 

 

 

Nachdem Folien- und Filmtechnologien Lithogaphie und Kupferstich abgelöst hatten, wurden ab den 1960er Jahren Computer anfangs noch zaghaft in der Kartografie eingesetzt. Spätestens in den 1990er Jahren löste die Computerkartographie praktisch universell sämtliche konventionellen Kartentechniken ab. Das Berufsbild des Kartographen wandelte sich vom hauptsächlich handwerklichen, je nach Auffassung sogar künstlerischen Tätigkeit radikal zu einer technischen Arbeit vor dem Bildschirm. Dabei hat sich der Technologiewechsel vor allem auf die Ästhetik von Karten eher negativ ausgewirkt.

 

Auch die allgemeine Verfügbarkeit von GIS-Daten und WEB-Portalen mit globalen Karten, Satelliten- und Luftbildern verführt immer mehr zur Herstellung von eher geometrisch als ästhetisch geprägten Karten. Aktuelle Karten zeigen oft ein sehr abstraktes, wenig generalisiertes, hochkomplexes, schlecht lesbares und unschönes Kartenbild.


Gerade durch die Satellitenkarten der letzten Jahre wird es sicher zu grundlegenden Änderungen der Kartographie kommen. Erstaunlich ist, dass diese photographischen Karten einen viel „künstlerischen Ausdruck“ haben als die üblichen Landkarten. War die Kartographie des letzten Jahrhunderts geprägt durch die Gleichgültigkeit gegenüber der Schönheit unseres kleinen Planeten? Dann wären wir jetzt im Aufbruch zu einer neuen Wertschätzung, auch in der Kartographie, die jetzt, wo sie ein Hauptanliegen an die Photographie abtritt, mehr künstlerische Züge annehmen kann.

 

Quelle: Georg Ivanovas, Kartographie und Kunst



 

mr-kartographie bemüht sich seit vielen Jahren Karten zu entwerfen, die natur- oder wirklichkeitsnahe Ansichten der Geosphäre in ansprechenden, schönen Karten zeigen. Unsere Kartographie hat dabei einen hohen künstlerischen Anspruch. Eine ästhetische Zusammenstellung der Farbflächen, Texturen, Modulationen, Linien, Symbole und Typographie ermöglicht es dem Kartennutzer, das Ganze nicht nur als abstraktes Modell der Realität wahrzunehmen, sondern sich vielmehr von dem visuellen Eindruck und der eigenen Vorstellungskraft einfangen zu lassen.

 

Wir versuchen den Trend von der Kartographie zur Geomatik entgegen zu wirken, und bemühen uns moderne digitale Aufbereitung und Verarbeitung raumbezogener Daten mit traditionelle kartographischer Handwerkskunst zu verbinden.

 

In unseren großmaßstäblichen Karten werden Luft- und Satellitenbilder abstrahiert, generalisiert und vereinfacht um typische Strukturen der Landschaften die durch Bodenbedeckung und Reliefmorphologie geprägt sind in einem neuen Kartenbild wiederzugeben.

 
 

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